Ein wenig Geschichte in Stichworten
Die Apollinariskirche wurde in den Jahren 1837 bis 1857 bewusst als Gesamtkunstwerk errichtet.
Der Erbauer war Franz Egon Graf von Fürstenberg, der den Kölner Dombaumeister Ernst-Friedrich Zwirner als Architekten gewinnen konnte.
Vier Maler aus der Akademie von Wilhelm von Schadow in Düsseldorf, die sich dem Nazarenerstil verschrieben hatten, malten die gesamte Kirche aus. Es waren dies die Herren Ernst Deger aus Hildesheim, die Brüder Andreas und Karl Müller aus Ahrweiler und Franz Ittenbach aus Königswinter, die zum Teil bis zu neun Jahren in Remagen ansässig waren.
Seit Mitte des 19. Jhdt. waren die Franziskaner, zunächst der Sächsischen und ab 1929 der wiedererrichteten Kölnischen Provinz, die Seelsorger der Wallfahrtskirche. Sie führten eine Jahrhunderte alte Tradition fort, förderten aber auch die Wallfahrt der Remagener zur Muttergottes nach Bornhofen, wo seit 1890 Mitbrüder aus der Thüringischen Provinz tätig waren.
In den 1970/80er Jahren verlegte die Kölnische Provinz die Ausbildung ihres Nachwuchses wegen der Nähe zur Bonner Universität zeitweilig nach Remagen.
Fast 150 Jahre lang waren die Franziskaner der Kölnischen Provinz in der überörtlich angelegten Seelsorge vom Apollinarisberg aus tätig. Sie waren jedoch auch in die Seelsorge der Pfarreien integriert.
Schwerpunkt war die Betreuung der Pilger, die zum „Heiligen Haupt“ kamen. Die Reliquie gehört der Pfarrei St. Peter und Paul in Remagen. Sie ist der Apollinariskirche anvertraut.
Die Franziskaner der Rheinischen Provinz gaben das Kloster nach 150 Jahren und damit die Seelsorge im Jahre 2006 auf. Der Pfarrer von St. Peter und Paul als zeitweiliger Rector Ecclesiae überließ es den Mitgliedern des Fördervereins, einige Monate lang sämtliche Dienste in der Kirche zu übernehmen und einen reibungslosen Betrieb sicherzustellen. Die Kirche war alle Tage für Pilger und Besucher geöffnet und am Wochenende gab es ein feierliches Amt.
Die Familie von Fürstenberg schloss mit dem Bistum Trier im Jahre 2006 einen Erbbauvertrag über das in ihrem Besitz befindliche Kloster ab, das seit Anfang 2007 an die GEMEINSCHAFT DER GEKREUZIGTEN UND AUFERSTANDENEN LIEBE vermietet ist. Sie stammt aus den Niederlanden. In der benachbarten Apollinariskirche hat sie die Pilgerseelsorge übernommen.
Schäden des Krieges
Der Zweite Weltkrieg und der Beschuss der Stadt Remagen hatten auch für die Kirche und das Kloster schwere Folgen, so beurteilen die Experten Custodis und Pauly die Lage. Als eine der V-2-Raketen, die von der deutschen Wehrmacht auf Remagen abgeschossen worden waren, in der Nähe der Apollinariskirche niederging, wurden Dachflächen, Maßwerke und Verglasung der Kirche schwer beschädigt. Drei Häuser gegenüber der Kirche waren dem Erdboden gleichgemacht. Es gab dort leider drei Tote und 31 verwundete Amerikaner in einem ebenfalls zerstörten Hotel, das von den Amerikanern besetzt worden war. — Das Bistum stellte als Soforthilfe Baumaterialien zur Behebung der größten Schäden zur Verfügung.
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Einen ausführlichen Bericht über die Geschichte der
Franziskaner auf dem Apollinarisberg
 lesen Sie hier
Über das Wirken der Franziskaner auf dem Apollinarisberg gibt es auch eine Dokumentation,
Förderverein Apollinariskirche Remagen e.V.
Postfach 1108
  53424 Remagen