Förderverein Apollinariskirche Remagen e.V.
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  53424 Remagen
Christi Passion am Weg zum Berg
Der Kreuzweg auf dem Pilgerweg zur Apollinariskirche
Kreuzweg Station I:
Christus vor Pilatus
Zu den gemeinsamen liturgischen Veranstaltungen der Remagener Pfarrei und den Seelsorgern auf dem Apollinarisberg gehört der Kreuzweg, der jedes Jahr in der Fastenzeit stattfindet.
Bereits seit dem Jahr 1864 existieren am Pilgerweg von der Fürstenbergstraße zur Apollinariskirche vierzehn Kreuzwegstationen, allerdings wurden die meisten von ihnen im Lauf der Jahrzehnte erneuert. So sind nur noch die letzten drei Stationen vom ersten Kreuzweg, die Stationen 1 bis 11 stammen aus späterer Zeit.
Gestaltet hat den ursprünglichen Kreuzweg der Künstler Jakob Michels. Er wurde am 25. März 1865 eingeweiht. Die Kreuzigungsszene mit Johannes und der Gottesmutter, die Pieta mit dem Gekreuzigten auf dem Schoß und das Heilige Grab, also die Stationen 12 bis 14, sind heute noch erhalten. Sie geben noch einen guten Einblick in die Form und Gestaltung der anderen Stationen.
Kreuzweg Station XII: Kreuzigungsgruppe
P. Athanasius Bierbaum OFM, Chronist des Klosters Remagen, schrieb um die Wende zum 20. Jahrhundert über die Darstellungen: „Die Stationen selbst verdienen alle Anerkennung. In dem gotischen Aufbau derselben ist je ein polychromiertes Relief, das nach den beliebten Führig'schen Schöpfungen modelliert ist, eingelassen. Eine reiche Mannigfaltigkeit zeigen die Giebel der Stationshäuschen, die bei jedem derselben anders gestaltet sind."
Kreuzweg Station XIII: Pieta
Im Zweiten Weltkrieg wurde der alte Kreuzweg stark beschädigt, sodass man sich dazu entschloss, die besonders stark betroffenen Stationen nicht mehr zu renovieren, sondern zu erneuern. Zunächst wurde Anfang der 1950er-Jahre dazu der Künstler Peter Terkatz aus Bad Honnef beauftragt, der allerdings nur von zwei Stationen Modelle anfertigen konnte, weil der zuständige Landeskonservator der Restaurierung der Gemälde in der Kirche den Vorrang gegenüber der Erneuerung des Kreuzweges gab. Zudem starb Terkatz im August 1954.
Im Jahr 1963 beauftragte man nun den Bildhauer Max Schauer aus Oberammergau mit dem Bau eines neuen Kreuzweges. Von ihm stammen die heute vorhandenen Stationen 1 bis 11, die den Leidensweg Christi durch moderne Bronzeplastiken darstellen. Dieser Kreuzweg wurde am ersten Sonntag der Appolinariswallfahrt 1964 eingeweiht, in dem Jahr, in dem auch die 800-Jahr-Feier der Übertragung der Apollinarisreliquien begangen wurde.
Raymund Fobes