Förderverein Apollinariskirche Remagen e.V.
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  53424 Remagen
August 2004
Apollinariskirche: Dekorationsmalerei in der Krypta wird saniert
Landrat: „Herausragendes kulturhistorisches Bauwerk“ – Insgesamt 340.000 Euro vom Kreis – Förderverein freut sich über „großherzige Einzelspende“
Der Kreis Ahrweiler unterstützt die Sanierung der Apollinariskirche in Remagen mit weiteren 10.000 Euro. Seit 1986, als die Sanierung der Wallfahrtskirche begann, hat der Kreis die Kölnische Franziskanerprovinz als Träger der Kirche mit 340.000 Euro bezuschusst. Dem Kulturdenkmal Apollinariskirche komme eine solch hohe Bedeutung zu, dass der Kreis trotz seiner angespannten Haushaltslage freiwillig helfe, betonte Landrat Dr. Jürgen Pföhler bei der jüngsten Besichtigung. Mit dem Geld übernimmt der Kreis die Kosten des Restaurators für die Untersuchung, Dokumentation und Ausführung der Dekorationsmalerei in der Krypta. Pföhler nannte den Zuschuss „einen wertvollen Beitrag für den Erhalt eines überregionalen und herausragenden kulturhistorischen Bauwerkes“. Bei der seit 1986 laufenden Sanierung wurde das Außenmauerwerk restauriert, hinzu kamen 1995 und 96 das Dach und seit 1997 das Kircheninnere. An den Kosten beteiligen sich der Bund, das Land Rheinland- Pfalz, das Bistum Trier, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, der Kreis Ahrweiler, die Stadt Remagen, die Kölnische Franziskanerprovinz in Düsseldorf und der Förderverein Apollinariskirche Remagen e.V. Abgeschlossen sind die Restaurierung des süd-östlichen Flankenturms sowie die Elektroinstallation in Lapidarium, Keller und Krypta. Jetzt wird die Dekorationsmalerei in der Krypta saniert. Eines der fünf Joche ist bereits fertig; als Joch bezeichnet man den Abstand zwischen zwei Säulenreihen, der von einer Gewölbedecke überspannt ist. „Dank einer großherzigen Einzelspende sind wir in der Lage, die gesamte Elektroanlage der Kirche, die Beschallung und mehrere fällige Restaurierungsarbeiten zu finanzieren“, erklärte der Schatzmeister des Fördervereins, Erich Schmitz. Die zwischen 1839 und 1843 gebaute Kirche gilt als ein Hauptwerk der romantischen Neugotik in Deutschland. Auf dem früheren Martinsberg, dem heutigen Apollinarisberg, bestand bereits zu römischer Zeit eine Kultstätte. Die Reliquien des Heiligen Apollinaris kamen wohl 1162 durch Reinald von Dassel nach Remagen. Der Legende nach geschah dies im Zusammenhang mit der Überführung der Heiligen Drei Könige nach Köln. Es setzte eine rege Wallfahrt zum Heiligen Apollinaris ein, die bis heute anhält. Teilnehmer des jüngsten Treffens in der Apollinariskirche waren neben Dr. Pföhler, Landrat des  Kreises Ahrweiler, Pater Lothar Weber, Paul-Georg Custodis vom Landesamt für Denkmalpflege in Mainz, Architekt Karl-Josef Ernst, der Leiter des Kreis-Bauamtes, Raymund Pfennig, sowie Erich Schmitz.  
Restauration der Dekorationsmalerei in der Krypta der Apollinariskirche. Über den Stand der Bauarbeiten informierten sich (v.l.) Pater Lothar Weber, Guardian des Franziskanerklosters,
Raymund Pfennig, Leiter des Kreisbauamtes, Landrat Dr. Jürgen Pföhler, Landrat des Kreises Ahrweiler Erich Schmitz M. A.. Schatzmeister Förderverein, Karl-Josef Ernst, Architekt der Renovierungsaktion, und Dr. Paul-Georg Custodis, Landesamt für Denkmalpflege.
© Kreisverwaltung Ahrweiler - 26.08.2004