Renovierung
Die Kirche hat bereits mehrere Renovierungen erlebt. Nach den beiden Weltkriegen und zu Anfang der 60er Jahre ist innen und aussen — dem jeweiligen Stilverständnis der Zeit entsprechend — konservatorisch gearbeitet worden. In den 1930er Jahren waren auch Ordensangehörige als Steinmetze tätig, so u.a. Bruder Firminus Wickenhäuser ofm. Das „Herrgottsbrüderle“ erfreute sich in Remagen grosser Beliebtheit. Sein Seligsprechungsprozess wird dem Vernehmen nach betrieben. Die Franziskaner starteten 1984 eine gründliche Sanierung der Kirche, die nach 30 Jahren noch nicht abgeschlossen ist. Die Gemälde der Kirche sind in den 1960er Jahren renoviert worden, als durch das Eindringen von Wasser grössere Schäden erkennbar wurden. Eigentlich müsste eine tiefer greifende Restaurierung der Gemälde stattfinden. Die Experten raten jedoch ab, da die heutigen technischen Voraussetzungen trotz aller Fortschritte immer noch keine ausreichende Garantie für den Erhalt der Qualität bieten. Die Organisation der Renovierung Initiiert vom damaligen Guardian, P. Herbert Schneider ofm, der heute Ehrenmitglied des Vereins ist, wurde 1984 der FÖRDERVEREIN APOLLINARISKIRCHE REMAGEN e.V. gegründet, der bis heute maßgeblich zu den Renovierungen beiträgt und vermittelnd zwischen verschiedenen Partnern in der Renovierungsarbeit auf dem Berg tätig ist. Der Verein repräsentiert überwiegend das Interesse der Remagener Bevölkerung und der Wallfahrer zum hl. Apollinaris zur Erhaltung des Wahrzeichens von Stadt und Region. Die Familie von Fürstenberg und der Förderverein Apollinariskirche gründeten 2006 zusammen mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz die STIFTUNG APOLLINARISKIRCHE AUF DEM APOLLINARISBERG ZU REMAGEN, deren ausschließlicher Zweck die Erhaltung des Gesamtkunstwerkes Apollinariskirche ist. Die Kirche wurde 2006 aus dem Familienbesitz des Freiherrn von Fürstenberg-Stammheim herausgelöst und gemeinsam mit dem Bischöflichen Stuhl in Trier in eine Stiftung WALLFAHRTSKIRCHE ST. APOLLINARIS REMAGEN überführt. Diese Stiftung ist Eigentümer der Kirche. Sie erwirtschaftet die Kosten des Unterhaltes der Kirche und ihrer gottesdienstlichen Funktionen. Was wurde bislang alles gemacht? Die konkreten Sanierungsarbeiten im Außenbereich begannen 1986 an der Apsis der Kirche und liefen im Uhrzeigersinn über die Sakristei zum Südschiff, erfassten dann das Langhaus im Süden und die Hauptfassade mit den Westtürmen. Sie endeten an der Nordseite, dem nördlichen Seitenschiff und der Fürstenloge. Türme und Fialen, Wände und Gesimse: alles wurde sorgf‘ältig untersucht, auf Festigkeit geprüft und an vielen Stellen durch neue Teile ersetzt. Man kann es an den unterschiedlich gefärbten Steinen erkennen. Der Dachstuhl und die Beschieferung mussten 1995/96 ausserpianmässig erneuert werden. Dabei ging es um Schäden, die nach dem V-2-Angriff 1945 nicht vollständig behoben worden waren. Auflagen des Landesdenkmalamtes machten seit 1997 auch Arbeiten im Kircheninnern notwendig. Die Arbeiten am Gewölbe und an den angrenzenden Gemälden waren zwar nicht im ursprünglichen Sanierungsplan vorgesehen, aber unabweisbar geworden. Es wurden vor allem Salzausblühungen beseitigt. Die Gemälde sind bei dieser Gelegenheit gereinigt und teilweise ergänzt worden. Eine umfassende Sanierung wurde der weiteren Renovierungsplanung vorbehalten und scheint nun auf die lange Bank geschoben zu sein. Mit erheblichen zusätzlichen Kosten sind in der Krypta wunderschöne dekorative Elemente an den Gewölben freigelegt und inzwischen restauriert worden. Die Grablege mit dem Haupt des hl. Apollinaris aus dem 14. Jahrhundert, das Herz der Wallfahrtskirche, ist wieder rundherum begehbar. Die nördliche Seitenkrypta mit Gräbern der Familie von Fürstenberg und Gedenktafeln ist  inzwischen fertiggestellt. Die südliche Seitenkapelle der Krypta ist baulich saniert worden, da es Feuchtigkeit gab. Für Interessenten verfügt die Apollinariskirche über einen Leckerbissen: Im Kryptenbereich ist ein eigenes Lapidarium eingerichtet worden, in dem Details des Baus und der Renovierung an Hand von Originalteilen studiert werden können. Im Herbst 1997 sind die Portaltüren einschliesslich der Schnitzarbeiten dank der großzügigen Spende eines Mitgliedes des Vereins aufwändig überarbeitet worden. Die Figuren über dem Hauptportal wurden ebenfalls erneuert. Sie sind mit neuen Baldachinen versehen worden. 2000 / 2001 hat der aus Kreuzberg/Ahr stammende Künstler Rudolf P. Schneider die Kanzel in der Kirche restauriert, was wir dem Kreis Ahrweiler verdanken. Eine andere grossherzige Einzeispende setzte den „Förderverein Apollinariskirche Remagen e. V“ in die Lage, eine seit Jahrzehnten fällige Erneuerung der gesamten Elektro-, Beleuchtungsund Beschallungsanlage sowie des Liedanzeigers in Angriff zu nehmen. Die Gemälde können jetzt buchstäblich zu jeder Zeit „im rechten Licht“ betrachtet werden, wenn mit 1 Euro die „Festbeleuchtung“ über einen Münzautomaten eingeschaltet wird. Zusammen mit dem Tor und dem Gitter zum Klostergarten sind die Treppe am Seiteneingang, die Begrenzungsmauer zum neuen Weinberg und der gesamte Vorplatz der Südseite mit vier steinernen Sitzbänken völlig neu gestaltet worden. Dabei wurde eine uralte Quelle reaktiviert, die über Jahrhunderte vom alten Kloster und der Wallfahrtskirche genutzt wurde. Ein bedeutender Schritt in der Renovierungsaktion war die Schaffung eines behindertengerechten Zugangs am Haupteingang. Bislang bestand nur ein umständlicher Weg durch das Kloster. In Kürze soll die sog. Fürstenloge (auf der linken Seite des Chores) in den ursprünglichen Zustand versetzt werden.   Als Test für die Gemälderestaurierung stehen die Predelle unterhalb des Apollinaris-Zyklus auf dem Programm. Weitere Berichte zur Renovierung Renovierung der Krypta 2004 Renovierung der Krypta 2008 Renovierung der Südpartie 2011
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